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Swing war die Pop Musik der 30er Jahre.


Swing konnte sentimental sein, Swing konnte agressiv sein. Swing, so kommerziell er auch vermarktet wurde, hatte seine Wurzeln im Kreativen.


Swing war Jazz, Swing war eine individuelle und professionelle Musik. Swing lebte von differenzierter und akzentuierter Rhythmik, von der Rafinesse seiner Arrangements, der Intuition und Selbstdarstellung seiner Solisten, der Präzision seiner Orchester, von trickreichen Effekten, von der Ambition, Begabung und Ausbildung seiner Musiker.


Swing lebte aber auch und besonders von einer begeisterten jungen Generation, die in dieser Musik ihre Hoffnungen und ihr Lebensgefühl verkörpert sah.   




When Swing was King


Unsere treuesten Anhänger waren die jungen Leute. Aber ich glaube, das hat sich keiner von uns so richtig klargemacht, bis dann dieser eine unvergeßliche Tag Anfang März 1937 kam. Ich glaube, mein Manager Willard Alexander saß mit Bob Weitman, dem Manager der Paramount, im Zwischengeschoss. Sie waren von der enthusiastischen Reaktion des Publikums gnauso begeistert wie wir. Das änderte sich schlagartig, als plötzlich ein paar Leute aufstanden und anfingen, in den Stuhlreihen Jitterbug zu tanzen. Dann begannen noch ein paar, über das Geländer zu klettern und auf das Podium zu kommen, und Bob sprang auf, rannte vor die Tür und schrie: "Hilfe! Schnell! Sonst gibt es Verletzte! Da drinnen ist der Teufel los!"


Benny Goodman




Fletcher Henderson


Musiker haben die Band, so wie sie in jenen Jahren war, durchweg als die unwahrscheinlichste Tanzkapelle aller Zeiten in Erinnerung. Sie hatten excellente Arrangements, spielten wie die Götter, und die Musiker selbst waren rein menschlich ein unwahrscheinlicher Haufen.


Duke Ellington




Ich behaupte, und ich habe immer behauptet, dass es allein auf die Melodie ankommt, wenn ein Stück Erfolg haben soll. Gib den Leuten vier Takte, in die sie ihre Zähne graben können, und du hast einen Mords-Schlager. Un wenn die diese Behauptung bezweifelst, dann sieh dir doch mal jede Woche die Hit-Parade an.


Fats Waller